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Nach vielen kleineren Rollen schaffte sie 1939 den Durchbruch mit ihrer Darstellung der Miss Prism in Oscar Wildes The Importance of Being Earnest. Ihre Filmkarriere begann 1935 mit der Miss Butterby in Dusty Ermine. 1963 erhielt sie den Oscar als beste Nebendarstellerin in The V.I.P's und wurde für ihre Theaterarbeit 1967 geadelt. In Deutschland ist sie durch ihre unvergleichliche Darstellung der Miss Marple in den 4 Filmen: 16 Uhr 50 ab Paddington (1961), Der Wachsblumenstrauß (1963), Vier Frauen und ein Mord und Mörder Ahoi (beide 1964) bekannt - immer an ihrer Seite, sowohl als Mr. Stringer, als auch in ihrem Leben, Stringer Davis, mit dem sie seit 1945 verheiratet war. Ein Porträt von ihr, gemalt von Michael Noakes, hängt im Globe Theatre, eine Zeichnung, ebenfalls von M. Noakes, in der National Portrait Gallery in London. Sie starb am 22.05.1972 in Gerrards Cross, Buckinghamshire.
Die Waise
William Rutherford Benn, Sohn des engagierten Reverend Julius Benn, heiratete am 16.12.1882, 27jährig, die 3 Jahre jüngere Florence Nicholson, die aus einer begüterten Lehrerfamilie stammte. Florence und William waren füreinander geschaffen. Beide liebten die Poesie und waren Romantiker. Florence hatte sich aber wohl eher in den Poeten, als in den Mann William verliebt. Auf die „leidenschaftliche Seite“ ihrer Ehe war sie nicht vorbereitet. William wurde damit nicht fertig und bekam einen Nervenzusammenbruch. Er kam in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder fing. Als er die Anstalt verließ, wurde ihm nahe gelegt, eine Zeit getrennt von seiner Frau zu leben, sie sollten sich langsam näher kommen. Er ging mit seinem Vater Ende Februar 1883 aufs Land nach Matlock Bridge in Derbyshire. In der Nacht vom 4.3. auf den 5.3.1883 erschlug er seinen Vater. William versuchte danach mehrmals erfolglos, sich selbst das Leben zu nehmen. Wegen seiner psychischen Verfassung kam er unter strenge Beobachtung und wurde schließlich in die Anstalt in Broadmoore eingeliefert. Nach sieben Jahren, auch durch den Einfluss seines Bruders John, der 1892 Parlamentsmitglied wurde, in dessen Obhut entlassen. Der Kontakt zwischen William und Florence riss nie ab. Um die Vergangenheit hinter sich zu lassen, nutze William von jetzt an seinen zweiten Familiennamen Rutherford – den Mädchennamen seiner Mutter. Die Rutherfords zogen wieder zusammen. Ihre Beziehung normalisierte sich und am 11.05.1892 kam Margaret Taylor Rutherford zur Welt. Für einen kompletten Neuanfang ging die Familie 1897 nach Indien. William konnte eine Anstellung bei einem Seidenhändler finden. Ihr Leben hatte sich völlig gewandelt, sie waren glücklich und Florence wurde erneut schwanger. Es traten Komplikationen auf und Florence starb. Drei Monate später kehrte William mit der kleinen Margaret nach England zurück. Er sollte sich vom Tod seiner Frau nie mehr erholen. Er starb am 4.8.1921 in eine Londoner Anstalt im Alter von 66 Jahren.
Die werdende Schauspielerin
Seit ihrer Rückkehr aus Indien lebte Margaret (Peggy) bei ihrer Tante Bessie, die sie bald Mutter nannte, in Wimbledon. Auch die Familie Benn kümmerte sich stets um sie, so dass sie sich nicht wie eine Waise fühlte. Schon als kleines Mädchen liebte sie Rollenspiele und da bei allen möglichen Familienfeiern Unterhaltung stets willkommen war, ergaben sich viele Möglichkeiten dazu. Als sie acht war, übernahm sie, bei einem zu Weihnachten aufgeführten kleinen Stück, die Rolle der bösen Fee. Auch eine Schauspielerin war anwesend, die sie für ihr überzeugendes Spiel lobte. In der darauf folgenden Nacht träumte Margaret davon, Schauspielerin zu werden. Als sie 14 Jahre alt war, beschloss ihre Tante, sie auf eine Internatsschule zu schicken, sie kam an die Raven’s Croft School in Upper Warlingham, Surrey. Eine angesehene, konservativ geführte Schule, an der man überhaupt nichts vom Schauspielerberuf hielt. Jedoch wurde ihr musikalisches Talent erkannt und ihr Klavierspiel schien eine gute Basis für ihre Zukunft zu sein. In den sechs Jahren an dieser Schule wurde sie also zur Klavierlehrerin ausgebildet. 1911 legte sie sehr erfolgreich eine entsprechende Prüfung bei der Royal Academy of Music ab und kehrte nach Hause zurück. Die Schulausbildung hatte die finanziellen Möglichkeiten ihrer Tante erschöpft, so dass ihr Honorar als Klavierlehrerin notwendig und willkommen war. Nach dem 1. Weltkrieg verschlechterte sich der Gesundheitszustand ihrer Tante rapide. Sie wurde pflegebedürftig und Margaret hatte die Möglichkeit, etwas von der empfangenen Zuwendung zurück zu geben. Diese Jahre ließen ihr kaum Spielraum für persönliche Interessen. Erst als die Tante 1925 starb, konnte sie ihr eigenes Leben leben. Sie erhielt ein Legat von 750 Pfund und erbte das Haus. Sie verkaufte es und ging nun dazu über, ihr Lebensziel zu verwirklichen – sie war 33 Jahre alt. Sie sprach bei Lilian Baylis, der „Queen des Old Vic“, vor und wurde für die Saison vom September 1925 bis Mai 1926 als Schauspielschülerin am Old Vic Theatre angenommen. Sie spielte 11 Rollen in 9 Monaten. Trotzdem konnte sie nicht bleiben. Lilian Baylis entließ sie mit den Worten: „Irgendwie passen sie nicht hinein.“ Margaret ließ sich nicht entmutigen. Sie arbeitete wieder als Klavierlehrerin in Wimbledon und wurde Mitglied der dortigen Amateurtheatergesellschaft, ein sicheres „Engagement“. Weiter kommen konnte sie natürlich nur durch Arbeiten am Theater. Ihre nächste Rolle bekam sie am Lyric Theatre in Hammersmith in A Hundred Years Old. Die nächsten Jahre bestanden aus verschiedenen Engagements: Fulham’s Grand Theatre, Epsom Little Theatre, Oxford Playhouse. Hier traf sie einen jungen Mann, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlte. Sein Name: Stringer Davis, das Jahr: 1931. Auch er mochte Margaret sofort, aber es sollte noch eine lange Zeit vergehen, bis sich die beiden wirklich nahe kamen. Aus einem weiteren Grund war Oxford eine wichtige Station. Hier spielte sie das erste mal in O. Wilds Stück The Importance of Being Earnest, wir kommen darauf zurück. Weitere Stationen ihrer Laufbahn sind das Croydon’s Greyhound Theatre und die Greater London Players. Ihr Ziel war ein Engagement am einem West End Theater. Sie bekam Kontakt mit Tyron Guthrie, dem jungen, dynamischen Produzenten aus dem West End, aber kein Engagement.
Die Schauspielerin
1935 sprach die Theaterwelt über Hervey House von der amerikanischen Schauspielerin Jane Cowl (veröffentlicht unter dem Pseudonym C.R. Avery). Erneut wandte sich Margaret Rutherford an Tyron Guthrie wegen einer Rolle in dem Stück, dieser war aber abermals der Meinung, das keine Rolle in dem Stück zu ihr passt. Drei Wochen später bat sie Guthrie zum Vorsprechen und sie bekam eine Zusage. Offenbar war sie inzwischen auf die alternde Jungfer abonniert: Sie spielte die Lady Nancy, elegant ganz in Schwarz gekleidet, eine teure Havanna rauchend. Leider war das Stück nicht erfolgreich und wurde nach ein paar Wochen abgesetzt. Sie spielte, erneut unter Guthries Leitung, die Miss Flower in Robert Morleys Erstlingswerk Short Story am Queen’s Theatre. Als Short Story danach in Edinburgh aufgeführt wurde, schlug ihr eine Sympathiewelle seitens des Publikums entgegen. Zu dieser Zeit wurde auch der Film auf sie aufmerksam – es war Ende 1935. Wegen eines Films machte sie ihre erste Flugreise (von Edinburgh nach London), um dort Probeaufnahmen für den Film Dusty Ermine zu machen. Sie bekam die Rolle der Miss Butterby und pendelte für die Zeit der Dreharbeiten zwischen London und Edinburgh. Sie liebte die neue Herausforderung des Films und noch im gleichen Jahr, 1936, spielte sie in Talk of the Devil. Im Januar 1939 wurde ihr die Miss Prism in Oscar Wildes Stück The Importance of Beeing Earnest unter John Gielgud im Globe Theatre angeboten – wir wollten darauf zurück kommen. In Oxford spielte sie darin die Lady Bracknell, jetzt mit Edith Evans besetzt. In weiteren Rollen: John Gielgud (John Worthing) und George Howe (Canon Chasuble). Als sie sich im Programmheft auf ganzseitigen Fotos wieder fand, wusste sie: Sie war im Theater angekommen, der Durchbruch war geschafft. 1939, sie war 47 Jahre alt. Die nächsten Jahre waren vom Krieg überschattet. Das Theaterleben in London ging weiter. M.R. rückt in die erste Reihe auf – neben Joan Crawford, Bette Davis und Mae West. Im Sommer 1941 landete sie einen weiteren großen Erfolg in ihrer Rolle der Madame Arcati in Blithe Spirit. Neben der Theaterarbeit bekam sie 1943 und 1944 jeweils eine Filmrolle. The Demi-Paradise und English without Tears waren beides Kriegsthemen. 1945 wurde Blithe Spirit verfilmt.
Das Ehepaar
Nach 15 Jahren auf Freiersfüßen, schien es für das Liebespaar logisch zu sein, zu heiraten. Stringer Davis holte sie eines Tages überraschend vom Zug ab und in ihrer Wohnung angekommen, fiel er vor ihr auf die Knie und fragte sie: "Willst Du diesen Mann als Ehemann, in guten und in schlechten, in armen und in reichen Zeiten, in Krankheit und Wohlergehen?" (Er imitierte Errol Flynn als Sir Walter Raleigth ihr gegenüber als Elisabeth I). Die Hochzeitszeremonie fand am 26. März 1945 in der Kirche in Beaconsfield statt. 1946 beendete Stringer Davis seinen Militärdienst. Margaret spielte zu dieser Zeit zwei Filmrollen in Meet Me at Dawn und While the Sun Shines. Kurz danach lud sie John Gielgud erneut zu The Importance of Beeing Earnest ein, womit er auf Amerikatournee gehen wollte. Ab April 1948 folgten das Stück und die Verfilmung von The Happiest Days of Your Life, die wieder mit hervorragenden Kritiken bedacht wurden. Noch im selben Jahr folgten Miranda und Passport to Pimlico. Ring Around the Moon, das im Globe aufgeführt wurde, besuchten auch Königin Elisabeth, die Königin Mutter und andere Mitglieder der königlichen Familie und wurde der Ausgangspunkt für einige sehr spezielle Freundschaften zwischen einigen ihrer Mitglieder und M.R. Große Stücke hielt sie auf Prinzessin Margaret, schon wegen des gemeinsamen Namens, die nach ihrer Meinung völlig unterfordert war. 1951 folgten eine Filmrolle in The Magic Box und 1952 das Stück Miss Hargreaves, was M.R. später als einen "prächtigen" Fehler bezeichnete. Sie liebte die Rolle der Miss Hargreaves mit ihren Phantasien. Die Kritiker verrissen das Stück, aber nicht die Hauptdarstellerin. 1952 war auch ein sehr anstrengendes Filmjahr. Sie war an fünf sehr unterschiedlichen Produktionen beteiligt. Die wichtigste war wohl die Verfilmung von The Importance of Beeing Earnest durch Anthony Asquith. Margaret spielte wieder ihre geliebte Rolle der Miss Prism. Gemeinsam mit Stringer Davis folgte Innocents in Paris, das auch in Paris gedreht wurde. In diesem Jahr verstarb Elisabeth Orphin, die Margaret so viele Jahre bemuttert hatte. Sie schlief ruhig ein, weil ihre Missy ja nun in festen Händen war. Trotz aller Erfolge war M.R. nicht (immer) die starke Frohnatur, die sie spielte. Es gab einige Nervenzusammenbrüche infolge ihrer hohen beruflichen Belastungen und weil sie manchmal das Gefühl hatte, nicht mehr voran zu kommen. Stringer kümmerte sich jedoch stets rührend um sie, wenn sie ihre „Melancholie" bekam. In solchen Phasen half auch keinerlei Ablenkung oder Abwechslung. Sie zog sich dann für einige Zeit zurück und nur Stringer durfte zu ihr.
Die Mutter
Nachdem M.R. das Buch Me Papoose Sitter des jungen Schriftstellers Gordon Langley Hall gelesen hatte, schrieb sie eine Brief an ihn. Sie identifizierte sich mit der alten Indianerfrau in dem Buch und wollte deren Rolle in der geplanten Verfilmung spielen. Die Filmrechte hielt der britische Schauspieler Anthony Dawson, von dem M.R. die Adresse des Autors bekam. M.R. wollte den Autor treffen, was 1960 auch geschah, als sie am Broadway eine Rolle in Farewell, Farewell Eugene spielte. Margaret und Stringer besuchten Gordon in seiner Wohnung und verabredeten, Thanksgiving miteinander zu verbringen. Kurz darauf erfuhr Gordon, dass M.R. und Isabel, bei der Gordon wohnte, sich ein paar Tage zuvor über dessen Zukunft unterhalten hatten. Gordon wurde am 15.10.1937 in Sussex in England geboren. Seine Eltern, Jack and Marjorie Wolf, waren Hausangestellte. Marjorie war bei seiner Geburt erst 16 und noch unverheiratet - eine schwierige Situation. Die Geburt fand ohne Anwesenheit einer Hebamme oder gar eines Arztes zu Hause statt. Bei der Geburt war die Klitoris des Babys so geschwollen, dass die nicht fachkundigen Anwesenden das Geschlecht nicht sicher feststellen konnten. Üblich war, im Zweifelsfall auf "männlich" zu entscheiden. So begann das Leben einer zerrissenen Persönlichkeit. M.R. erfuhr davon. Gordons Schicksal bewegte sie sehr. Schließlich fragten Margaret und Stringer Gordon bei einem gemeinsamen Besuch der Freiheitsstatue, ob er zu ihrer kleinen Familie gehören möchte. Sie wollten ihn adoptieren. Auch Gordon war tief gerührt und nannte sie fortan Mutter. Eines Tages stellten sich bei Gordon starke Regelblutungen ein, er kam in ein Krankenhaus und endlich bekam er seine wirkliche Identität. Er wurde operiert und Dawn “geboren”. Dawn war eine erfolgreiche Schriftstellerin. 1961 bekam M.R. von Elisabeth II. den Titel O.B.E. (Officer of the Order of the British Empire) verliehen. Damit begann eine Reihe von Besuchen im Buckingham Palace, bei denen Margaret und Stringer viele, auch sehr persönliche Gespräche, mit der Queen und Prinz Phillip führten. Ende 1960 wurde ihr eine Filmrolle angeboten, die ihre berühmteste werden sollte, die Miss Marple. Sie war die Traumbesetzung der Rolle für Produzent George Pollock. Agatha Christie war nicht so begeistert. Sie hatte die Figur nach dem Vorbild ihrer Lieblingstante gestaltet, einer kleinen Frau, die überhaupt nicht wie M.R. aussah. Beide lernten sich bei den Dreharbeiten kennen und wurden - wie sollte es anders sein - dicke Freundinnen. Der erste Film hieß Murder She Said (16 Uhr 50 ab Paddington) nach A. Christies 4:50 from Paddington. Die Filmarbeiten auf dem Bahnhof in Paddington sorgten für einiges Aufsehen. Nicht wenige Reisende verpassten ihre Anschlusszüge. Mittlerweile lebten M.R. und Stringer Davis in Elm Close, einem Anwesen in Gerrards Cross, Buckinghamshire. Als zweiter Miss Marple Film entstand Murder at the Gallop (Der Wachsblumenstrauß), mit ihrem engen Freund Robert Morley in der Rolle des Hotelbesitzers. Beide schienen eine Meisterschaft in Gesichtsausdrücken auszutragen. Wirklich geritten ist M.R. nie, ihre Abneigung gegen jeglichen "Blutigen Sport" hingegen, ist absolut authentisch. 1963 folgte Murder Most Foul (Vier Frauen und ein Mord), 1964 Murder Ahoy (Mörder Ahoi). Die Miss Marple Serie war auch in Amerika sehr beliebt. Dies brachte ihr dann sogar eine weitere Rolle ein, in The V.I.P's spielte sie an der Seite von Elisabeth Taylor und Richard Burton die Duchess of Brighton. Dafür erhielt sie 1963 den Oscar als beste Nebendarstellerin. 1964 widmete NBC den englischen Schlossgeistern das Fernsehspecial The Stately Ghosts of England. Es war eine kleine Serie über drei große englische Herrenhäuser: Longleat, Beaulieu und Salisbury. Dieser Serie haben wir eine vorzügliche Margaret Rutherford Karikatur zu verdanken und der dazugehörige Artikel in der New York Times vom 24. Januar 1965 widerspiegelt am besten das ganze drum herum. Da inzwischen allgemein bekannt war, dass M.R. Geistergeschichte keineswegs als Spinnerei abtat, war sie die perfekte Führerin durch die Serie ( siehe Zusatzmaterial am Ende der Biografie). M.R. konnte am Ende ihres Lebens, ohne zu überlegen, die wichtigsten Tage in ihrem Leben nennen: ihren Hochzeitstag und den 1. Januar 1967. An diesem Tage erschien die New Year’s Honors List, auf der ihr Name stand. Sie würde in den Adelsstand erhoben werden. Danach wurde ihr Leben nicht ruhiger. In The Rivals stand sie auf der Bühne und bekam eine Rolle in Arabella angeboten, ein Film, der in Italien gedreht wurde. Nach ein paar Wochen Erholung zu Hause, kehrten sie im Oktober für die Synchronisation des Films nach Rom zurück. Dort passierte das Unglück: Margaret fiel in ihrem Hotelzimmer hin und brach sich das Hüftgelenk. An eine schnelle Gesundung war nicht zu denken. Es blieb ihr nichts weiter übrig, als zu Hause mit Geduld daran zu arbeiten. Es war das erste mal in M.R’s Leben, dass sie sich dem Schicksal ausgeliefert fühlte. Hinzu kamen abermals Geldnöte. Synchronsprechen half fürs Erste darüber hinweg. Ihr Engagement für einen Wohltätigkeitsbasar, auf dem sie selbst auf Krücken anwesend war, gab ihrem Leben eine Sinn und half aus Depressionen. Die letzten Jahre ihres Lebens waren schwierig, aber nicht unglücklich. Gute Freunde, wie Robert Morley standen immer an ihrer Seite. Er war auch kurz vor ihrem Tode bei ihr und erinnert sich später: „Mein letzter Besuch an Margarets Krankenbett war kurz vor ihrem Tod. Sie war sehr aufgebracht und unglücklich und wusste wie immer nicht, warum. Sie hatte ein paar unglückliche letzte Wochen, aber ein sehr glückliches und erfülltes Leben davor. Sie war für lange Zeit die sicherste Wette in unserem Geschäft und sie wusste es, der liebe alte Vogel.“ Margaret Rutherford starb am 22. Mai 1972 im Alter von 80 Jahren, Stringer Davis, geb. am 4.Juni 1899 in Reading, am 29. August 1973, 74jährig. Ein Leben ohne Margaret hatte für ihn keinen Inhalt.
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Quelle: Dawn Langley Simmons: Margaret Rutherford: A Blithe Spirit, Mc Graw Hill Book Company, New York, 1983.
(Dawn Langley Simmons verstarb am 18.September 2000.)
Weitere Literatur: - Keown, Eric: Margaret Rutherford. An illustrated study of her work with a list of her appearances on stage & screen. (Theatre World Monograph No. 7),Rockliff Publishing Corp., London, 1956, (Erstausgabe). - Margaret Rutherford: an autobiographie, Published by W. H. Allen, London, 1972, ISBN 049100379X
Zusatzmaterial: Gardner, Paul: Things That Go Bump... The New York Times, 24.01.1965. (PDF-Datei, 77,5 KB)
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